Weltweite Initiative für Soziales Engagement e.V.

WER WIR SIND UND WAS WIR WOLLEN

 

Die Weltweite Initiative für Soziales Engagement e.V. ist ein kleiner, eingetragener und gemeinnütziger Verein, der als Trägerorganisation für entwicklungspolitische und sozialpraktische Freiwilligen- und Friedensdienste im Ausland staatlich anerkannt ist. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch Kooperationen mit – und Freiwilligendiensten in - vorbildlichen Sozialprojekten weltweit einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Denn: Verständnis braucht Begegnung!

Der Verein steht allen Menschen offen, die diese Idee mittragen wollen, unabhängig von Nationalität, Partei, Alter, Religion oder Einkommen. Der Verein wurde im Jahre 2002 von 15 engagierten Bürgern (v.a. Studenten und Lehrer) aus 5 Nationen gegründet.

Freies Denken und solidarisches Handeln haben bei uns Tradition.

Wir haben keine Kirche, Partei oder Stiftung im Rücken.
Dies macht manches schwerer und mühsamer für uns - aber auch freier und schöner.
Wir tun, was wir lieben - und wir lieben, was wir tun!
Wir arbeiten komplett unabhängig. Wir tun dies auf der Basis von FREIHEIT und VERANTWORTUNG. Kreativität, Zuversicht und Lebensfreude spielen bei uns eine besonders wichtige Rolle. Nur wer mit ganzem Herzen dabei ist, wird sich gut und sinnvoll für benachteiligte Menschen einsetzen können. Unsere 3 Ansatzpunkte sind MENSCH, BILDUNG und KREATIVITÄT.

Achtung, wir sind KEINE Vermittlungsagentur, sondern eine gemeinnützige INITIATIVE, also ein Zusammenschluss von engagierten Menschen, die etwas Gutes bewegen wollen. Wer also nur ein Sprungbrett ins Ausland sucht, ist bei uns völlig falsch. Wer aber eine lebendige, bunte und lebensfrohe Initiative mit aktiven Jugendlichen sucht, die für ihre Träume und Hoffnungen einstehen; die frische Ideen entwickeln und beherzt umsetzen und Menschen auf der ganzen Welt als Freunde auf Augenhöhe begegnen wollen, ist herzlich willkommen.

Der WI-Freiwilligenjahrgang 2011/2012 auf dem 2. Vortreffen in Bad Vilbel, Juni 2011 Der WI-Freiwilligenjahrgang 2011/2012 auf dem 2. Vortreffen in Bad Vilbel, Juni 2011

 

- Kerngedanke: wechselseitiges LERNEN und HELFEN
- Freiheit und Verantwortung
- Unabhängigkeit: Wir sind von keiner Interessensgemeinschaft abhängig (und haben keine Kirche, Partei oder Stiftung im Rücken)
- Ansatzpunkte: MENSCH, BILDUNG und KREATIVITÄT
- Soziales Engagement darf und soll Spass machen
- Wir wollen unsere Freiwilligen fördern und fordern
- Partnerschaft statt Patenschaft
- wir gehen als Lernende in die Einsatzländern, nicht als Besserwisser (Kein West-knows-Best!)
- keine Missionierung, keine Indoktrination: wir feiern Diversität als Buntheit
- Anstrengungsbereitschaft und Charakter als Schlüsselkriterien: Wir werden unser BESTES geben und uns bis an unsere Grenzen anstrengen
- Arbeit mit, in und für Entwicklungsländer
- Sinnorientierung: Was immer wir tun, sollte (nachhaltig) Sinn machen
- humanistischer Ansatz: Der Mensch wird am DU zum ICH
- Ziel: Völkerverständigung --> … denn Verständnis braucht Begegnung!
- FRIEDEN ist ein aktiver Prozess, kein passiver Zustand
- bildungspolitischer Multiplikatoren-Ansatz zu entwicklungspolitischen Fragen (positive Rückkopplungseffekte)
- Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft (durch Rückkehrer auch in Deutschland => Langzeitwirkung)
- Familiärer Zusamenhalt als Initiative: Einer für Alle, alle für einen
 
 

Freiwilligeneinsätze im Sinne Internationaler Jugendarbeit beinhalten einerseits Austausch und Begegnung. Andererseits aber - gerade auch im Kontext von Migrationsgesellschaften - bieten sie ein Lernfeld, das nachhaltige Erfahrungen und den Aufbau interkultureller Kompetenzen ermöglicht, die auch bei der Ausgestaltung einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft im Heimatland von hoher Bedeutung sind; sie dürfen auch nicht verkürzt werden auf einen eng gefassten Begriff von sozialem Dienst, sondern finden auch dort statt, wo junge Menschen unterschiedlicher Nationalität oder kultureller Identität sich begegnen und sich gemeinsam für die Verbesserung der Lebenssituationen von Schwächeren vor Ort engagieren (Verbesserung der Lebenswirklichkeit von Alten, Kranken, Behinderten, Indigenen u.v.a. Kindern und Jugendlichen aus mittellosen oder benachteiligten Familien). Diese bereichernden Erfahrungen sind also nicht auf die eigentliche Arbeitszeit im Projekt beschränkt, sondern können gerade auch „nebenbei“ in der Freizeit gesammelt werden.

Neben der individuellen und gesellschaftlichen Dimension dieser Arbeit (Stärkung des Demokratie-Standorts; bürgerschaftliche Partizipation, etc.), kann ihr Angebot durch die Vermittlung von wichtigen Schlüsselqualifikationen (interkulturelle Kompetenz, Sprachkompetenz, Toleranzfähigkeit, Managementfähigkeiten, Coping Potentiale, Anpassungs-/Lernfähigkeit und Weltoffenheit etc.) Jugendliche für die Arbeitswelt in komplexen, und multiethnischen Gesellschaften vorbereiten (berufliche Orientierung; Fähigkeit zur Perspektivenübernahme; Meistern schwieriger Situationen; Horizonterweiterung; Fremdsprachenkenntnisse; Erhöhung von Flexibilität und Mobilität).  

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland und in der Welt ist es wichtig, die besondere Qualität und die Aufgaben der Internationalen Zusammenarbeit angemessen zu würdigen. Die internationalen Freiwilligendienste sind deshalb so bedeutsam, weil:


• sie den abstrakten Begriff der „Völkerverständigung“ mit Leben füllen.

sie Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenbringen mit dem Ziel, interkulturelles Lernen zu ermöglichen („miteinander leben – voneinander lernen!“);

• sie zur Entwicklung, zum Erhalt des Friedens, der Versöhnung und der Verständigung einen Beitrag leisten (gemeindeorietierte Friedensarbeit);

• sie ein durchaus wichtiges Instrument zur Gestaltung einer gerechteren und solidarischeren Welt darstellen;

• sie auf europäischer Ebene ein qualitativer Beitrag zur Entwicklung der Europäischen Union bzw. einer Europäischen Identität sein können

• sie Formen der internationalen Zusammenarbeit und der Vernetzung zwischen Menschen ebenso wie zwischen Organisationen und Projekten mit Leben füllen;

• sie für soziale Verantwortung, selbstständiges Denken und Handeln qualifizieren;

• sie junge Menschen zum gesellschaftlichen Engagement motivieren (ja: herausfordern) und damit sowohl einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung als auch einen Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft leisten („citizenship behavior“)

• sie Zugänge zu „fremden Welten“ ermöglichen, indem Verschiedenheiten ebenso erlebt werden können wie Gemeinsamkeiten (Celebrating diversity // common ground);

• sie bei uns grundsätzlich für alle Jugendlichen offen sind, unabhängig von ihrer kulturellen, religiösen, geschlechtlichen Zugehörigkeit und unabhängig von ihrem sozialen Status;

• sie auch bildungsbenachteiligten oder sozial benachteiligten Jugendlichen Zugänge, Erfahrungen und Begegnungen im internationalen Rahmen ermöglichen (FÖRDERN)

• weil sie durch ihre jugendpolitische Kraft die Jugendlichen in ihrer Selbstkompetenz fördern und ihnen helfen, im Sinne lebenslangen Lernens, ihre Bildungspotentiale zu entwickeln (FLÜGEL);

• sie durch ihre Settings ideale Voraussetzungen bieten, lebensnahe, nonformale und informelle Bildungsprozesse zu initiieren (Kompetenz-Erwerb; Kompetenz-Führerschein);


• sie Sinnkompetenz (die Fähigkeit in bestimmten Lebenssituationen einen Sinn zu erkennen) schulen und fördern können;

• sie den Austausch mit unterschiedlichen Kommunikationsformen (und Kommunikationstechnologien) schulen und fördern; sowie die  Sprachkompetenz erweitern


Wir sind überzeugt: Freiwilligendienste können Freude bereiten – und zwar allen Beteiligten. Soziales Engagement kann und darf Spaß machen. Lebensfreude im Alltag hat bei uns den Stellenwert eines Gütekriteriums. Zuversicht und Humor sind für unsere Freiwilligen charakteristisch.

Ganz ähnlich verhält es sich mit KREATIVITÄT: Kunst und Kultur sind wichtig – und sollten nicht das Privileg der Oberschicht (in den Einsatzländern) sein. Sie können wichtige, kreative Ausdrucksformen einer Gesellschaft oder einzelner menschlicher Empfindungen und Sehnsüchte sein. Die künstlerische Arbeit mit jungen Menschen als den Trägern der Zukunft bildet deshalb einen inhaltlichen Schwerpunkt unserer Bemühungen. Kunst ist eine Sprache, die es ermöglicht, die Welt durch die Augen des Anderen zu sehen. Die Sprache der Kunst erleichtert, sich verständlich zu machen, ohne gleich in den Kampf mit einer anderen Meinung zu geraten. Diese Sprache enthält die Möglichkeit für Versöhnung und Frieden. Die Bühne eines Theaters kann ein unkonventioneller Ort der Bildung sein (siehe unser Partnerprojekt Teatro Trono), aber auch ein Forum der Begegnung (z.B. zwischen deutschen, jüdischen und palästinensischen Jugendlichen).


Unsere Satzung verpflichtet uns zu konfessioneller und (partei-)politischer Unabhängigkeit und betont Bildung und Dialog als Wege zu mehr Gerechtigkeit und Frieden. Wir sehen soziale Freiwilligendienste als interkulturelle Lernorte und Bausteine einer aktiven Friedensarbeit. Ein solches Unterfangen ist alles andere als einfach und selten bequem. Die potentiellen Schwierigkeiten, die insbesondere in Entwicklungsländern auftreten können, sind mannigfaltig. Von daher müssen wir mit der Möglichkeit leben, dass unser Vorhaben (oder ein einzelner Einsatz) scheitert oder nicht das erreicht, was wir eigentlich beabsichtigen. Dabei kann gerade das Antreffen (und Überwinden) von Schwierigkeiten eine durchaus wichtige und wertvolle (Lern-) Erfahrung sein: Sie bieten Wachstumschancen und neue Möglichkeiten, sich zu erproben. Selbst ein augenscheinliches Scheitern wie ein vorzeitiger Dienstabbruch muss kein Misserfolg sein, sondern kann einen wertvollen und fruchtbaren Entwicklungsprozess beim Jugendlichen in Gang setzen (wie die Ergebnisse der Untersuchung „Grenzgänger“ des Bundesministeriums für Familie und Jugend zeigen). Wir wollen mit unseren Freiwilligen also gerade nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Schwierigkeiten – und das Meistern von Schwierigkeiten – gehören dazu. Ein Freiwilligeneinsatz ist keine durchorganisierte Pauschalreise zum Zurücklehnen, die man häppchenweise konsumiert (Sozial-Tourismus).

Trotzdem haben wir den Anspruch, auch in Zukunft zu den Trägern mit der geringsten Abbrecherquote in Deutschland zu gehören. Deshalb erwarten wir, dass der Freiwillige bereits im Vorfeld durch sein Engagement und Handeln unter Beweis stellt, dass er der Herausforderung gewachsen ist. Es bringt nichts, wenn Freiwillige im Vorfeld mit Samthandschuhen angefasst - und dann auf eine harte Brennpunkt-Realität losgelassen werden. Deshalb werden wir versuchen, mit der Vorbereitung auch die Schwierigkeiten im Auslandsjahr zu emulieren (ambivalente Kommunikation, Schaffung unbequember und "fremder" Situationen, Frontal-Kritik, etc.).


 

 

... diese und mehr Informationen findet Ihr auf:

http://weltweite-initiative.de

 

Kontakt:

 

Weltweite Initiative für Soziales Engagement e.V.
Beuthstrasse 9.
08645 Bad Elster

 
Telefon: 037437 - 530 765

Telefonische Sprechstunde: Di und Do: 18:00 - 19:00